Fenchel (Foeniculum vulgare Mill.)
Standort: Im südlichen Europa, bei uns in Gärten angebaut.
Aussehen: Stengel 80-120 cm hoch, Blätter mehrfach fiederspaltig, tief eingeschlitzt, fädig.-Blüte: Dolde mit kleinen, goldgelben Blüten.
Blütezeit: Juli bis August.
Sammelzeit: Während der Reifezeit.
Verwendung: Frucht, Kraut.
Wirkstoffe: Ätherische Öle.
Fenchel ist besonders bei allen mit Blähungen einhergehenden Beschwerden angezeigt.
Er wirkt krampflösend und entgiftend im Bereich des Magen-Darmkanals, hemmt abnorme Gärung und verhindert dadurch zu starke Gasbildung. Mit Vorliebe verwendet man daher Fencheltee in der anfänglichen Fastenperiode der an Durchfall erkrankten Säuglinge und Kleinkinder (etwa 1 g auf 100 g Wasser in leichter Abkochung). Erwachsene nehmen 1 Teel. auf 1 Tasse Wasser in leichter Abkochung. Bei den Beschwerden der Erwachsenen kann die Wirkung durch Zusatz von 1 Teel. zerstoßenen Kümmels noch verstärkt werden.
Fenchel wirkt aber auch durchblutungsfördernd auf die Beckenorgane der Frau. Er fördert daher eine zu schwache Regelblutung. - Wegen seiner Inhaltsstoffe (Terpene) fördert Fenchel bei hartnäckiger Bronchitis den Auswurf und wirkt bei Keuchhusten krampflösend.
Das aus der Fenchelfrucht gewonnene Dl benutzt man mit Erfolg bei rheumatischen Beschwerden zum Einreiben. In der Verbindung mit Majoranöl oder Pfefferminzkampfer bewirkt Fenchelöl - besonders bei Gesichtsneuralgien als Einreibung angewandt - eine angenehme Durchwärmung, gute Durchblutung und weitgehende Linderung der Schmerzen. - Bei Schwellungen des Augenlides infolge Bindehautentzündung haben sich Dämpfe oder Auflagen mit Fencheltee gut bewährt.
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