Heilpflanzen und Heilkräuter Lexikon
 

Lindenblüten (Tilia)

Trinken Sie den Aufguss aus den Lindenblüten nach Belieben.

Er regt das Nervensystem an, verstärkt die Urinausscheidung, wirkt schweißtreibend und mild adstringierend.

Standort: überall verbreitet. - Aussehen: Stattlicher, bis 15 m hoher Baum. Spitzherzförmige, auf der Oberseite etwas haarige, auf der Unterseite vor allem in den Blattaderwinkeln wollige Blätter. - Blüte: Gelblichweiße, kleine, fünfzählige Blüten in einer Doldentraube, mit einem flügelartigen Deckblatt. - Blütezeit: Juni bis Juli. - Sammelzeit: Während der Blüte. - Verwendung: Blüten und Blätter. - Wirkstoffe: Glykoside, verschiedene Gerb¬stoffe, Phytosterin, Schleim, Zucker, Hesperidin.

Neben den Holunderblüten sind gerade die Lindenblüten als schweißtreibendes Mittel allgemein bekannt und beliebt. Der Vor¬zug der Lindenblüten besteht jedoch darin, dass sie die Abwehr¬kräfte des Körpers steigern. Gerade die Grippe- und Erkältungs¬behandlung der Kinder sollte man mit Lindenblütentee durchführen. Man lässt tägl. 4-5 Tassen möglichst heiß, schluckweise trinken. (Aufguss: 11/2 Teel. Blüten mit 1 Tasse Wasser überbrühen, 10. Minuten ziehen lassen, 1 Teel. Honig zusetzen.) In der Mischung mit Kamillenblüten und Holunderblüten zu gleichen Teilen kann man Lindenblütentee besonders Erwachsenen empfehlen. - Eine weitere Verwendung der Linde ist die aus Lindenholz gewonnene, feine leichte Kohle. Als Pulver genommen, beseitigt sie üblen Mundgeruch, Gärungserscheinungen und entsprechende Störungen des Magen-Darm-Kanals. - Zur äußeren Behandlung schlechtheilender und übel riechender Wunden ist die Verwendung des Kohlepulvers ebenfalls nützlich.

 

 

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