Heilpflanzen und Heilkräuter Lexikon
 

Achtung: Alle Rezepte wurden von Kollegen berichtet und gesammelt und spiegeln nicht meine derzeitige Erfahrung oder den Stand der Erkenntnisse wieder. Einige Rezepte halte ich nach wie vor für sehr praktikabel und gut, andere bedürfen der Überarbeitung. Lesen Sie bitte auch die "Nutzungshinweise". Stand: März 2010

Eibisch (Althaea officinalis) 

Wurzeln und Blätterdes Eibisch wirken lindernd, heilend und mild entwässernd.

Machen Sie einen Absud aus den Wurzelstücken (25 g auf 1 Liter Wasser, 10 Min. köcheln und abseihen) und aus den Blättern einen Aufguss.

Trinken Sie davon 3mal täglich 1 kleine Tasse.

Standort: Im Binnenland auf Salzböden und am Meeresstrand wildwachsend, in Gärten angebaut. - Aussehen: 50-150 cm hoher Stengel, Blätter spitz eiförmig, samtartig behaart, gelappt, ungleich gezähnt. - Blüte: rötlich-weiß, blattachselständig. - Blütezeit; Juni bis August. - Sammelzeit: Blätter und Blüten im Juni, Wurzeln im März. - Verwendung: Blüten, Blätter und Wurzeln. - Wirkstoffe: Schleim, Zucker, ätherische Öle - in der Wurzel: Pektin, Fett, Lezithin, Gerbstoffe, Apfelsäure, Phosphate.

Wegen ihres hohen Schleimgehaltes und der damit verbundenen Eiche, Stieleiche „einhüllenden” und reizmildernden Wirkung erfreut sich die Ei¬bischwurzel von alters her als Hustenmittel großer Beliebtheit. Empfehlenswert ist der Kaltauszug der feinzerkleinerten Wurzel: 1 Teel. Eibischwurzel setzt man auf 1 Tasse kaltes Wasser an, lässt 3-4 Std. oder über Nacht ausziehen und seiht dann ab. Bei hartnäckigem Husten lässt man davon 3 Tassen schluckweise tagsüber trinken. Eine Abkochung der Wurzeln und Blätter hat sich bei Darmkatarrhen, bes. der Kinder, und bei Magenschleimhaut¬entzündung bewährt. Ein Zusatz von Kamillenblüten, etwas Eichenrinde und Tormentillwurzel vermag die Wirkung zu ver¬bessern. Wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffe ist Genuss des Ei¬bischtees (Wurzeln und Blätter) alternden Menschen zu empfehlen.

 

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