Heilpflanzen und Heilkräuter Lexikon
 

Achtung: Alle Rezepte wurden von Kollegen berichtet und gesammelt und spiegeln nicht meine derzeitige Erfahrung oder den Stand der Erkenntnisse wieder. Einige Rezepte halte ich nach wie vor für sehr praktikabel und gut, andere bedürfen der Überarbeitung. Lesen Sie bitte auch die "Nutzungshinweise". Stand: März 2010

Geschichte der Naturheilkunde

Die Naturheilkunde entwickelte sich empirisch durch Beobachtung und Anwendung.

Viele ihrer Leitlinien entstanden durch das aufmerksame Beobachten der Natur. Den Ursprung kann man auf das instinktive Verhalten von Tieren zurückführen.

Sie hören auf zu fressen, wenn sie sich nicht wohl fühlen, kühlen entzündete Stellen oder suchen die Wärme, wenn sie durchgefroren sind.

Die ersten Menschen hatten wahrscheinlich dieselben Instinkte und haben nach und nach gelernt, Wasser, Luft, Sonnenlicht und Pflanzen zur Linderung von Schmerzen zu nutzen.

Hippokrates, der Vater der Medizin, war einer der ersten, der schon im alten Griechenland die Bedeutung der natürlichen Heilkraft erkannte. Er beschrieb die grundlegenden Regeln der natürlichen Gesundheitspflege und erkannte den Wert des Fiebers als Ausdruck des Heilungsprozesses. Die Römer entwickelten das Heilbaden zu einer Wissenschaft und errichteten Badeorte, die — sogar heute noch — körperliche Beschwerden wie Arthritits lindern helfen.

Im 19. Jahrhundert, fast 2000 Jahre später also, begannen einige Leute, diese natürlichen Heilmethoden wiederzuentdecken und andere einfache Heilmethoden zu entwickeln. Ein deutscher Bauer, Johannes Schroth, beobachtete, dass sein Zugpferd nur trockene Kleie fraß, wenn es sich einen Knöchel verstaucht hatte. Das veranlaßte ihn, die »Schrothkur« zu entwickeln, eine Trockendiät, die noch heute von vielen Heilpraktikern angewendet wird, um Gelenkentzündungen zu lindern.

Die Augendiagnostik — eine Methode, körperliche oder geistige Krankheiten durch Unregelmäßigkeiten in der Iris zu diagnostizieren — wurde von Ignaz von Peczely, einem preußischen Chirurgen, entwickelt. Als er seiner zahmen Eule aus Versehen ein Bein brach, bemerkte er Veränderungen an einer bestimmten Stelle der Iris.

Vincent Prießnitz und Pfarrer Kneipp entwickelten um 1900 in Deutschland die Hydrotherapie systematisch weiter. Die Arbeit aller dieser Pioniere wurde im 20. Jahrhundert durch Henry Lindlahr in den USA, James C. Thompson und Stanley Lief in Großbritannien und Max Bircher-Benner, dem Erfinder des Müslis und Gründer einer berühmten Klinik in Zürich, vertieft.


Es war Lindlahr, der die Grundregeln der Naturheilkunde festhielt. Er beschrieb als »Heilkrisen« Symptome wie Fieber, Erkältungen und Eiterungen, welche als natürliche Folge von Wiedergenesung im Körper auftreten. Und er unterschied sie von »Krankheitskrisen«, die auftreten, wenn die Körperreserven aufgebraucht sind und es dem Organismus nicht mehr möglich ist, die Krankheit zu überwinden.


 

Heilpflanzen und Phytotherapie
▪  Geschichte der Heilpflanze und Phytotherapie
▪  Informationen zu Heilpflanzen
▪  Naturarzt Heilpflanze
▪  Pflanzenheilkunde oder Schulmedizin?
▪  Richtiges Sammeln von Heilpflanzen
▪  Alles rund um die Heilpflanzen
▪  Heilkraut Heilpflanze!
▪  Die Zubereitung von Heilpflanzen
▪  Heilpflanzen Aufguss
▪  Heilpflanzen Absud
▪  Dosierung von Heilpflanzen und Heilkräutern
▪  Dosierung von Heilpflanzen für Kinder
Akne und Pickel
▪  Karottensaft
▪  Krautsaft
Allergien bei Kindern und Babys
Allergische Reaktionen
▪  Augentrost (Euphrasia officinalis)
▪  Brennessel (Urtica dioica)
▪  Thymian (Thymus vulgaris L.)
Anämie (Blutarmut)
▪  Brunnenkresse
▪  Brennessel (Urtica dioica)
Angstgefühle und Schlaflosigkeit
▪  Römische Kamille (Chamaemelum nobile)
▪  Lindenblüten (Tilia)
▪  Baldrian (Valeriana officinalis)
▪  Begonie (Stachys betonica)
▪  Hopfen (Humulus lupulus)
▪  Passionsblume (Passiflora incarnata)
Arthritis und Rheuma
▪  Teufelskralle (Harpagophytum procumbens)
▪  Selleriesamen (Apium graveolens)
▪  Fieberklee
Asthma
Augendruck
▪  Augentrost (Euphrasia officinalis)
Blasenentzündung und Nierensteine
▪  Mais (Zea mays)
▪  Quecke (Agropyron repens)
▪  Eibisch (Althaea officinalis)
▪  Stranddistel (Eryngium maritimum)
Bluthochdruck
▪  Lindenblüten (Tilia)
▪  Eisenkraut (Verbena officinalis)
▪  Baldrian (Valeriana officinalis L.)
Durchfall bei Kindern
▪  Ackermennig (Agrimonia eupatoria)
▪  Mädesüß Wirkung (Filipendula ulmaria)
▪  Storchschnabel (Geranium maculatum)
▪  Eibisch (Althaea officinalis)
Ekzem
Erkältung
▪  Schwarze Holunder (Sambucus nigra)
Fibrositis Gicht und Weichteilrheumatismus
▪  Fieberkraut (Chrysanthemum pathenium)
Genitale Pilzerkrankung
▪  Kajeputöl (Melaleuca alternifolia)
▪  Essig
Gerstenkorn
Halsschmerz
▪  Myrrhe (Commiphora molmol)
▪  Salbei (Salvia officinalis) bei Halsschmerzen
Hautprobleme
▪  Ringelblume (Calendula officinalis)
▪  Vogelmiere (Stellaria media Vill.)
▪  Zaubernuß
Husten und Katarrh
▪  Schafgarbe (Achillea millefolium)
▪  Wollkraut (Verbascum thapsus)
▪  Rinde eines wilden Kirschbaums (Prunus serotina)
▪  Lattich (Lactuca virosa)
▪  Alant (lnula helenium)
▪  Huflattich (Tussilago farfara)
▪  Holunderblüten (Sambucus nigra)
▪  Ysop
Kopfschmerzen
Krämpfe
▪  Nachtkerze (Oenothera bienis)
▪  Seetang
▪  Schneeball (Viburnum opulus)
Menstruationsprobleme
▪  Ingwer (Zingiber officinale)
▪  Kümmel (Carum carvi)
Mundschleimhautentzündung
▪  Myrrhe (Commiphora molmol)
▪  Echter Salbei (Salvia officinalis L.)
Verdauungsprobleme und Verstopfung
▪  Fieberkraut (Chrysanthemum parthenium)
▪  Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
▪  Pfefferminze (Mentha piperita)
▪  Thymian (Thymus vulgaris L.)
▪  Lakritze (Glycyrrhiza glabra)
▪  Fenchel (Foeniculum vulgare Mill.)
▪  Kamille
Warzen
▪  Schöllkraut Warzenkraut (Chelidonium majus)
▪  Wolfsmilch (Euphorbia peplus)
▪  Thuja (Thuja occidentalis)
Geschichte der Naturheilkunde
Naturheilkunde und wissenschaftliche Untersuchungen
Was macht eigentlich ein Heilpraktiker?
Individualität menschlicher Bedürfnisse
Nahrungsergänzung
Rohkostdiät
Obstdiät
Diät für den empfindlichen Magen
Fasten