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Das Schöllkraut ist bereits mit dem Einsetzen der Steinzeit als ausgesprochener Kulturfolger nachgewiesen. Die Anwendung als Heilpflanze begann in der griechischen und römischen Antike sowie im arabischen Altertum.

 

Vorkommen
Schöllkraut stammt aus Eurasien und wurde von Auswanderern auch in Amerika verbreitet. Die Pflanze gedeiht auf stickstoffreichem Untergrund auf Schuttplätzen, an Wegrändern und besiedelt sogar Mauerspalten.

 

Merkmale

Das Schöllkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Die bis 70 cm hohe, bisweilen leicht wollig behaarte Staude trägt 20 cm große, handförmig drei- bis fünffach geteilte, gekerbte oder gelappte Blätter, die oberseits leuchtend grün (meist hellgrün), unterseits weißlich-grün gefärbt sind und einen bläulichen Schimmer aufweisen. Beim Anschnitt tritt aus Stängeln und Blättern ein orangegelb gefärbter Saft aus.

Die Pflanze zeigt bei entsprechender Witterung von April bis Oktober ihre 1,5 cm großen, gelben Blüten mit vier Blütenblättern mit zahlreichen Staubgefäßen. Aus den Blüten bilden sich schotenartige Kapseln mit kleinen schwarzen Samen.

 

Verwendete Pflanzenteile (Rohdrogen)

Rohdroge sind das Kraut (Cheldidonii herba) und der Milchsaft. Das Kraut wird vor der Blütezeit geerntet. Von der Selbstnutzung sollte man absehen, weil die Gefahr einer Überdosierung besteht.

 

Inhaltsstoffe und Wirkung
Das Schöllkraut enthält über 20 verschiedene Alkaloide und gilt deswegen als giftig. Weitere arzneilich wirksame Bestandteile sind Flavone (gelbe Farbstoffe), Bitterstoffe und noch nicht abschließend erforschte Stoffe, die gegen Viren wirken.

 

Anwendung
In der Volksmedizin wird es traditionell gegen Warzen verwendet. Dazu wird der orangegelbe Milchsaft, der austritt, wenn man Pflanzenteile abbricht, wiederholt auf die Warze gestrichen (Er verursacht Flecken auf der Kleidung). Die antivirale Wirkung des Milchsaftes wurde mittlerweile bei in vitro Versuchen bestätigt.

Die äußerliche Anwendung des Milchsaftes bei Warzen gilt in der Regel als unbedenklich. Innerlich sollte Schöllkraut wegen der Giftwirkung nur nach fachkundiger Anweisung und in standardisierter Form verwendet werden. Eine Schöllkrautvergiftung äußert sich in Erbrechen und Durchfällen. Sie kann zu Leberschäden und tödlichem Kreislaufversagen führen.

Die Pflanzenheilkunde nutzt die krampflösende Wirkung der Alkaloide in der Frauenheilkunde gegen Menstruationsbeschwerden, bei Magen- und Darmproblemen und bei Reizhusten. Außerdem wirkt Schöllkraut mild beruhigend.

Bei Leberproblemen und Nierenproblemen können sich die enthaltenen Bitterstoffe als wohltuend erweisen. Schöllkraut wird als Tee, Tinktur oder Pflanzensaft zur inneren Anwendung aufbereitet.

Den Tee bereite man mit 2 Teelöffeln des frischen, zerschnittenen Krautes oder der nicht zu lange gelagerten Droge mit 1 Tasse Wasser, lässt 15 Minuten ziehen und trinkt täglich 3 bis 4 Tassen davon.

 

Homöopathie
Auch die Homöopathie verwendet häufig Schöllkraut bei Leber- und Gallebeschwerden, besonders dann, wenn die Leber angeschwollen ist und das Gesicht gelblich aussieht. Auch Kopfschmerzen und Neuralgien können eine Indikation für Chelidonium majus sein.

Üblicherweise werden die Potenzen D 2 bis D 12 verwendet. Die Homöopathie nutzt Chelidonium bei Warzen auch innerlich.

 

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Heilpflanzen-Newsletter dazu an. Darin geht es im Wesentlichen um Heilpflanzen, aber auch um Bachblüten oder Homöopathische Mittel:

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 12.08.2021 aktualisiert.

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