Augentrost (Euphrasia officinalis)
In der Hauptsache findet Augentrost äußerliche Anwendung bei Entzündungen der Augen oder bei Augenschwäche.
Aber auch innerlich wird er als Tee verwendet, und zwar als lösendes und linderndes Mittel bei Husten und Halsschmerzen.
Standort: Auf Wiesen, an trockenen Abhängen und trockenen Ufern. - Aussehen: 10 bis 30 cm hoch, verästelt, weich behaart. Die gegenständig sitzenden Blätter sind breit eiförmig bis schmal lanzettlich, gesägt. - Blüten: Rachenförmig, anfangs rein weiß, später weiß mit violetter Oberlippe; die dreilappige Unterlippe besitzt gelbe Flecken. - Blütezeit: Juni bis Oktober. - Sammelzeit: Während des Sommers. - Verwendung: Kraut. - Wirkstoffe: Gerbstoff, ätherische Öle, Bitterstoff, Rhinanthin (deshalb wird vor zu häufiger innerlicher Anwendung gewarnt!).
Wegen des Gerbstoffgehaltes wird eine stark verdünnte Abkochung oder ein verdünnter Aufguss des Krautes bei Bindehautentzündungen (auch eitriger) des Auges mit gutem Erfolg angewendet. Man lege sich abends ein vierfach zusammengelegtes Leinwandläppchen, das in verdünnten Tee getaucht wurde, auf das Auge, befestige es mit einer Binde und lasse es liegen, bis es trocken ist. - Ein aus dem Kraut hergestelltes Pulver, messerspitzenweise in Wasser oder in der Suppe genommen, wird gelegentlich gegen Magen- und Darmkatarrhe empfohlen.
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