Baldrian (Valeriana officinalis L.)
Man nehme 10 g fein zerschnittene Baldrianwurzel auf 1 Tasse kaltes Wasser und lasse dieses 12 Std. stehen. Dann
koche man kurz auf, lasse nochmals 10 Min. ziehen und seihe ab. Der so gewonnene Tee ist warm zu trinken. -
Baldriantinktur gewinnt man folgendermaßen: 1. 200 g fein zerschnittene Wurzeln werden mit 1 Liter reinem Alkohol
angesetzt.2. 160 g zerkleinerte Wurzeln und 10 g zerkleinerte Kalmuswurzeln werden mit 1 Liter reinem Alkohol
angesetzt. Dieses lässt man 2-3 Wochen bei mäßiger Wärme stehen.
Während Baldrian, dessen wirksamer Bestandteil das Baldrianöl und der Isovaleriansäurebornylester sind, in
kleinen Gaben auf Nervensystem, Herz und Kreislauf sowie Körpermuskulatur anregend wirkt, kann man bei größeren
Gaben immer wieder den ungemein beruhigenden und krampflösenden Einfluss beobachten. Baldriantee wirkt
ausgezeichnet bei allen nervösen Erscheinungen, die mit Angst- und Krampfzuständen einhergehen: z. B. nervöser,
einseitiger Kopfschmerz, Kopfschmerzen nach geistiger Überarbeitung, Blutandrang zum Kopf, Angst- und
Krampfzustände, die durch Blähungen verursacht werden, nervöses Herzklopfen, Asthma, nervöse Magenbeschwerden oder
-krämpfe, krampfartiges Erbrechen, Unruhe, nervöser Schwindel, nächtliches Aufschrecken der Kinder, Beschwerden der
Wechseljahre.
Gegen Einschlafstörungen trinke man unmittelbar vor dem Zubettgehen 1-2 Tassen warmen Tee schluckweise. - Bei
Unterleibskrämpfen kann man einen Tee-Einlauf versuchen. - Es ist ratsam, nach 2-3 Wochen statt Baldrian Melisse
oder Raute anzuwenden und später wieder Baldrian zu nehmen. Nach längerer Anwendung kann nämlich die Wirkung des
Baldrians schwächer werden und u. U. gegenteilig werden. - Weil Baldrian etwas verstopfend wirkt, empfiehlt es
sich, tägl. 1 Tasse Tausendgüldenkraut-Tee zu trinken. - An Stelle des Baldriantees kann man auch gegen die vorgen.
Beschwerden Baldriantinktur verwenden. Man nimmt jeweils 10-30 Tr. auf etwas Zucker. - Baldrianöl benutzt man zur
Massage bei Muskelkrämpfen.
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