Heilpflanzen und Heilkräuter Lexikon
 

Achtung: Alle Rezepte wurden von Kollegen berichtet und gesammelt und spiegeln nicht meine derzeitige Erfahrung oder den Stand der Erkenntnisse wieder. Einige Rezepte halte ich nach wie vor für sehr praktikabel und gut, andere bedürfen der Überarbeitung. Lesen Sie bitte auch die "Nutzungshinweise". Stand: Mai 2013

Baldrian (Valeriana officinalis L.)

Man nehme 10 g fein zerschnittene Baldrianwurzel auf 1 Tasse kaltes Wasser und lasse dieses 12 Std. stehen. Dann koche man kurz auf, lasse nochmals 10 Min. ziehen und seihe ab. Der so gewonnene Tee ist warm zu trinken. - Baldriantinktur gewinnt man folgendermaßen: 1. 200 g fein zerschnittene Wurzeln werden mit 1 Liter reinem Alkohol angesetzt.2. 160 g zerkleinerte Wurzeln und 10 g zerkleinerte Kalmuswurzeln werden mit 1 Liter reinem Alkohol angesetzt. Dieses lässt man 2-3 Wochen bei mäßiger Wärme stehen.

Während Baldrian, dessen wirksamer Bestandteil das Baldrianöl und der Isovaleriansäurebornylester sind, in kleinen Gaben auf Nervensystem, Herz und Kreislauf sowie Körpermuskulatur anregend wirkt, kann man bei größeren Gaben immer wieder den ungemein beruhigenden und krampflösenden Einfluss beobachten. Baldriantee wirkt ausgezeichnet bei allen nervösen Erscheinungen, die mit Angst- und Krampfzuständen einhergehen: z. B. nervöser, einseitiger Kopfschmerz, Kopfschmerzen nach geistiger Überarbeitung, Blutandrang zum Kopf, Angst- und Krampfzustände, die durch Blähungen verursacht werden, nervöses Herzklopfen, Asthma, nervöse Magenbeschwerden oder -krämpfe, krampfartiges Erbrechen, Unruhe, nervöser Schwindel, nächtliches Aufschrecken der Kinder, Beschwerden der Wechseljahre.

Gegen Einschlafstörungen trinke man unmittelbar vor dem Zubettgehen 1-2 Tassen warmen Tee schluckweise. - Bei Unterleibskrämpfen kann man einen Tee-Einlauf versuchen. - Es ist ratsam, nach 2-3 Wochen statt Baldrian Melisse oder Raute anzuwenden und später wieder Baldrian zu nehmen. Nach längerer Anwendung kann nämlich die Wirkung des Baldrians schwächer werden und u. U. gegenteilig werden. - Weil Baldrian etwas verstopfend wirkt, empfiehlt es sich, tägl. 1 Tasse Tausendgüldenkraut-Tee zu trinken. - An Stelle des Baldriantees kann man auch gegen die vorgen. Beschwerden Baldriantinktur verwenden. Man nimmt jeweils 10-30 Tr. auf etwas Zucker. - Baldrianöl benutzt man zur Massage bei Muskelkrämpfen.

 

Heilpflanzen und Phytotherapie
Ackerschachtelhalm
Ackermennig (Agrimonia eupatoria)
Alant (lnula helenium)
Artemisinin
Augentrost (Euphrasia officinalis)
Baldrian (Valeriana officinalis)
Brennessel (Urtica dioica)
Begonie (Stachys betonica)
Brunnenkresse
Eibisch (Althaea officinalis)
Eisenkraut (Verbena officinalis)
Essig
Fenchel (Foeniculum vulgare Mill.)
Fieberklee
Fieberkraut (Chrysanthemum parthenium)
Holunderblüten (Sambucus nigra)
Hopfen (Humulus lupulus)
Huflattich (Tussilago farfara)
Ingwer (Zingiber officinale)
Kamille
Karottensaft
Kajeputöl (Melaleuca alternifolia)
Krautsaft
Kümmel (Carum carvi)
Königskerze (Verbascum)
Lakritze (Glycyrrhiza glabra)
Lattich (Lactuca virosa)
Lindenblüten (Tilia)
Mais (Zea mays)
Mandelmilch
Mädesüß Wirkung (Filipendula ulmaria)
Myrrhe (Commiphora molmol)
Mutterkraut (Tanacetum parthenium)
Nachtkerze (Oenothera bienis)
Passionsblume (Passiflora incarnata)
Papaya
Pfefferminze (Mentha piperita)
Quecke (Agropyron repens)
Ringelblume (Calendula officinalis)
Rinde eines wilden Kirschbaums (Prunus serotina)
Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Römische Kamille (Chamaemelum nobile)
Salbei (Salvia officinalis) bei Halsschmerzen
Echter Salbei (Salvia officinalis L.)
Schafgarbe (Achillea millefolium)
Selleriesamen (Apium graveolens)
Seetang
Schneeball (Viburnum opulus)
Schöllkraut Warzenkraut (Chelidonium majus)
Schwarze Holunder (Sambucus nigra)
Storchschnabel (Geranium maculatum)
Stranddistel (Eryngium maritimum)
Teufelskralle (Harpagophytum procumbens)
Thymian (Thymus vulgaris L.)
Thuja (Thuja occidentalis)
Vogelmiere (Stellaria media Vill.)
Wolfsmilch (Euphorbia peplus)
Wollkraut (Verbascum thapsus)
Ysop
Zaubernuß
Naturheilkunde und wissenschaftliche Untersuchungen