Heilpflanzen Lexikon
  • Startseite
  • Lexikon
  • Artikel
  • Fragen
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Menü Menü

Baldrian als Heilpflanze ist fast jedem ein Begriff. Doch wie die Pflanze aussieht, wissen nur wenige Menschen. Dabei gedeiht sie auch als Kulturpflanze im Garten. Die Stauden werden auch als Katzenkraut oder Katzenwurzel, Stinkwurz oder Waldspeick bezeichnet.

Vorkommen

Baldrian stammt als Wildpflanze aus den klimatisch gemäßigten Zonen Europas und Asiens. Die Heilpflanze bevorzugt feuchte Wiesen und die Nähe zu Wasser. Sie wächst jedoch auch auf trockenen Böden. An die Lichtverhältnisse hat Baldrian ebenfalls keine besonderen Anforderungen. Der anspruchslose Echte Baldrian ist wild in Ebenen und im Gebirge bis in Höhen von zweieinhalbtausend Metern zu finden.

Merkmale

Baldrian wird bis zu einem Meter hoch, hat große Fiederblätter und kleine rötlich-weiße Blüten, die in rispenartigen Trugdolden vereinigt sind. Der Echte Baldrian ist eine kräftige und ausdauernde Pflanze mit einem kantigen und hohlen Stängel, der die unpaarig gefiederten Blätter trägt. Die rötlich-weißen Blüten verströmen einen süßlichen Duft haben. Echter Baldrian blüht ab Mai bis in den Sommer hinein.

Verwendete Pflanzenteile (Rohdrogen)

Als medizinische Droge dient die Wurzel des Baldrians (Valerianae radix), die im Oktober geerntet wird. Die Wurzel wird ausgegraben und gesäubert, die kleinen Wurzelfasern werden entfernt. Anschließend wird die Wurzel getrocknet. Erst jetzt entwickelt sich der charakteristische Geruch des Baldrians.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Baldrianwurzel wirkt beruhigend, Schlaf fördernd und krampflösend. Besonders die Valepotriate lindern Krämpfe und krampfartige Schmerzen. Für die beruhigende und Schlaf fördernde Wirkung ist nicht ein einzelner Inhaltsstoff der Wurzel verantwortlich. Untersuchungen haben ergeben, dass nur die Gesamtheit der Wirkstoffe der Baldrianwurzel den gewünschten Effekt hat.

Die Wurzel zählt im europäischen Raum zu den am häufigsten angewendeten pflanzlichen Zubereitungen, die als Beruhigungsmittel eingenommen werden. Gepulverte Baldrianwurzel oder eine Tinktur daraus sind Bestandteile vieler Fertigarzneimittel. Durch die Einnahme von standardisierten Fertigarzneimitteln bessern sich nervöse Reizzustände, Einschlafprobleme, Durchschlafprobleme und auch nervöses Herzklopfen. Gegen Einschlafstörungen trinke man zum Beispiel unmittelbar vor dem Zubettgehen 1-2 Tassen warmen Tee schluckweise.

Spastische Schmerzen des Magen- und Darmtraktes und der Gebärmutter werden ebenfalls gut gelindert. In den Wechseljahren und bei Beschwerden, die durch das prämenstruelle Syndrom ausgelöst werden, wirken Zubereitungen aus der Baldrianwurzel auf die Muskulatur entspannend. Gleichzeitig werden „seelische Verspannungen“ (vegetative Dystonie) gelöst. Auch bei längerer Anwendung der Baldrianwurzel als Beruhigungs- und leichtes Schmerzmittel wirkt die Heilpflanze nicht suchtauslösend.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten die beschrieben werden:
„Nervöse Erscheinungen“, die mit Angst und Krampfzuständen einhergehen: z. B. nervöser, einseitiger Kopfschmerz, Kopfschmerzen nach geistiger Überarbeitung, Blutandrang zum Kopf, Angst- und Krampfzustände, die durch Blähungen verursacht werden, nervöses Herzklopfen, Asthma, nervöse Magenbeschwerden oder -krämpfe, krampfartiges Erbrechen, Unruhe, nervöser Schwindel, nächtliches Aufschrecken der Kinder, Beschwerden der Wechseljahre.

Anwendung

Bei der Einnahme von Fertigarzneimitteln, die Baldrianwurzel oder Extrakte daraus enthalten, sollte die Anwendungsvorschrift des Beipackzettels befolgt werden. Ebenfalls sehr bewährt hat sich die Anwendung als „loser“ Tee. Dafür werden zwei Teelöffel Baldrianwurzel mit 250 Millilitern kochendem Wasser übergossen. Der Tee muss etwa 15 Minuten zugedeckt ziehen. Nun den Sud abseihen und langsam schluckweise trinken.

Ein weiteres Baldriantee-Rezept: Man nehme 10 g fein zerschnittene Baldrianwurzel auf 1 Tasse kaltes Wasser und lasse dieses 12 Std. stehen. Dann koche man kurz auf, lasse nochmals 10 Min. ziehen und seihe ab. Der so gewonnene Tee ist warm zu trinken.

Ein weiteres Baldriantee-Rezept: Man nehme 10 g fein zerschnittene Baldrianwurzel auf 1 Tasse kaltes Wasser und lasse dieses 12 Std. stehen. Dann koche man kurz auf, lasse nochmals 10 Min. ziehen und seihe ab. Der so gewonnene Tee ist warm zu trinken.

Baldriantinktur kann wie folgt herstellen:

  • 200 g fein zerschnittene Wurzeln werden mit 1 Liter reinem Alkohol angesetzt.
  • 160 g zerkleinerte Wurzeln und 10 g zerkleinerte Kalmuswurzeln werden mit 1 Liter reinem Alkohol angesetzt. Dieses lässt man 2-3 Wochen bei mäßiger Wärme stehen.

Zur Beruhigung und „Schlafförderung“ hat sich ebenfalls ein Baldrian-Bad bewährt. Für ein Vollbad müssen 100 Gramm Baldrianwurzel in einem Liter Wasser zwölf Stunden lang ausgezogen werden. Die abgeseihte Flüssigkeit wird ins Badewasser gegeben.
An Stelle des Baldriantees (wie oben beschrieben), kann man auch gegen die oben aufgeführten Beschwerden auch die Baldriantinktur verwenden. Man nimmt jeweils 10-30 Tropfen Baldriantinktur auf etwas Zucker.

Es ist ratsam, nach 2-3 Wochen statt Baldrian Melisse oder Raute anzuwenden und später wieder Baldrian zu nehmen. Nach längerer Anwendung kann nämlich die Wirkung des Baldrians schwächer werden und u. U. gegenteilig werden. – Weil Baldrian etwas verstopfend wirkt, empfiehlt es sich, täglich 1 Tasse Tausendgüldenkraut-Tee zu trinken.

Baldrianöl kann man zur Massage bei Muskelkrämpfen verwenden.

Bei Unterleibskrämpfen wurde in früheren Zeiten auch Einlauf mit Baldrian Tee gemacht. Selbstverständlich muss der Tee auf Körpertemperatur abgekühlt sein.

Homöopathie

Das homöopathische Mittel Valeriana officinalis wird aus der getrockneten Wurzel hergestellt und bei nervösen Herzbeschwerden, Überreiztheit, bei klimakterischen Beschwerden, Kopfschmerzen und bei Schlafproblemen eingesetzt.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Heilpflanzen-Newsletter dazu an. Darin geht es im Wesentlichen um Heilpflanzen, aber auch um Bachblüten oder Homöopathische Mittel:

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 29.05.2021 aktualisiert.

  • Acai Beere – Was können Kapseln – Pulver oder Saft? Wirkung und aktuelle Studien zur Acai Beere
  • Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)
  • Alant (Inula helenium)
  • Aloe vera
  • Amaranth – Ein Nahrungsmittel mit Potential
  • Apfel (Malus domestica)
  • Arnika (Arnica montana)
  • Aronia – Die Apfelbeere
  • Artemisinin
  • Ashitaba – Wirkung, Anti-Aging, Fasten
  • Astragalus membranaceus
  • Augentrost (Euphrasia officinalis)
  • Baldrian (Valeriana officinalis)
  • Basentee
  • Betonie
  • Biologische Goldgrube: Die verborgenen Heilkräfte der Japan-Schein-Anemone enthüllt
  • Blushwood-Beeren – Die neuen „superschnellen“ Krebskiller?
  • Blütenpollen: Anwendung – Wirkung – Inhaltsstoffe
  • Brennessel (Urtica dioica)
  • Brunnenkresse (Nasturtium officinale)
  • Cannabis (Cannabis sativum und indica)
  • Chia Samen – Wirkung und Erfahrungen
  • Chinarindenbaum (Cinchona spec.)
  • Chlorella Vulgaris und Chlorella Pyrenoidosa: Wirkung und Nutzen
  • Das Multitalent Sanddorn
  • Der Brasilianische Mandelegerling (Agaricus blazei Murrill)
  • Der Coriolus Pilz (Trametes versicolor): Wirkung und Studien zu diesem erstaunlichen Heilpilz
  • Der tibetische Kefirpilz
  • Die Heilkraft der Klamath Algen (auch Blaugrüne Uralgen)
  • Dill (Anethum graveolens)
  • Dost (Origanum vulgare)
  • Echte Guave (Psidium guajava)
  • Echter Beinwell (Symphytum officinale)
  • Eibisch (Althaea officinalis)
  • Einjähriger Beifuß (Artemisia annua)
  • Eisenkraut (Verbena officinalis)
  • Essig
  • Fenchel (Foeniculum vulgare)
  • Fieberklee (Menyanthes trifoliata )
  • Fieberkraut (Chrysanthemum parthenium, Tanacetum parthenium)
  • Fingerhut (Digitalis spec.)
  • Gelber Enzian (Gentiana lutea)
  • Gerstengras & Gerstengrassaft: Wirkung und Erfahrungen
  • Gesund mit der Afa-Alge?
  • Ginkgo (Ginkgo biloba)
  • Goji: Eine Wunderbeere?
  • Griechischer Bergtee (Sideritis spec.)
  • Grünalge Dunaliella salina: Wirkung und Nutzen
  • Grüner Tee (Camellia sinensis)
  • Hafertee trinken? Zur Unterstützung der Gesundheit?
  • Hanföl und Hanfextraktöl: Öle aus der Hanfpflanze
  • Heilpflanze Kratom
  • Heilpilz Shiitake – Lentinula edodes
  • Heilpilze – Heilung durch Pilze?(Mykotherapie)
  • Holunder (Sambucus)
  • Hopfen (Humulus lupulus)
  • Huflattich (Tussilago farfara)
  • Igelkopf (Echinacea spec.)
  • Ingwer (Zingiber officinale)
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Kamille (Matricaria chamomilla)
  • Karotte (Daucus carota)
  • Karottensaft
  • Kelp Algen als Nahrungsergänzung – Fakten und Bewertungen
  • Kiefernrindenextrakt – Wirkung und Erfahrungen
  • Kirschbaumrinde (Pruni cortex)
  • Knoblauch (Allium sativum)
  • Kombu Algen
  • Königskerze (Verbascum spec.)
  • Krautsaft
  • Kümmel
  • Kurkuma (Curcuma longa)
  • Lattich
  • Leinsamentee
  • Lindenblüten (Tilia spec.)
  • Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)
  • Mädesüß
  • Mais (Zea mays)
  • Mandel (Prunus dulcis)
  • Mandelmilch
  • Mariendiestel (Silybum marianum)
  • Mutterkraut
  • Myrrhe (Commiphora myrrha)
  • Nachtkerze (Oenothera bienis)
  • Nori Algen
  • Odermennig (Agrimonia eupatoria)
  • Papaya (Carica papaya)
  • Pappel (Populus spec.)
  • Passionsblume (Passiflora incarnata)
  • Pfefferminze (Mentha piperita)
  • Quecke (Elymus repens)
  • Radieschen – ein sehr gesundes Wurzelgemüse
  • Ringelblume (Calendula officinalis)
  • Römische Kamille (Chamaemelum nobile)
  • Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
  • Salbei (Echter Salbei) (Salvia officinalis)
  • Sango-Meereskoralle: das wahre “Kraut“ der Hundertjährigen?
  • Schafgarbe als Heilpflanze: Nutzen, Wirkung und Anwendungsmöglichkeiten entdecken
  • Schisandra ist die Beere der Lebenskraft
  • Schneeball (Viburnum opulus)
  • Schöllkraut (Chelidonium majus)
  • Schwarzer Holunder
  • Seetang
  • Sellerie (Apium graveolens)
  • Spirulina – Energie aus der Urzeit: Wie die Mikroalge Ihre Mitochondrien stärkt
  • Storchschnabel (Geranium spec.)
  • Stranddistel (Eryngium maritimum)
  • Süßholz (Glycyrrhiza glabra)
  • Tahini hat viele gesundheitliche Vorzüge
  • Teebaum (Melaleuca alternifolia)
  • Teufelskralle (Harpagophytum procumbens)
  • Thuja (Thuja occindentalis)
  • Thymian (Thymus vulgaris)
  • Umckaloabo (Pelargonium sidoides)
  • Vogelmiere (Stellaria media)
  • Wakame Algen – Eigenschaften und Studien
  • Wassernabel (Centella asiatica)
  • Wolfsmilch (Euphorbia spec.)
  • Wollkraut
  • Xi Xian Cao (Siegsbeckia orientalis)
  • Ysop (Hyssopus officinalis)
  • Zaubernuss (Hamamelis virginiana)
  • Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Wer schreibt hier

Ich begleite seit 1998 Patienten in meiner Naturheilpraxis auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden. Meine eigene Reise begann 1996, als ich nach einer schweren Erkrankung die Schulmedizin hinter mir ließ. Diese Herausforderung brachte mich zur Naturheilkunde, die nicht nur meine Gesundheit wiederherstellte, sondern auch mein Verständnis von ganzheitlicher Heilung für immer veränderte.

Dieser Blog ist mein persönlicher Raum, um Erfahrungen, praktische Tipps und Erkenntnisse aus der Naturheilkunde und Alternativmedizin mit Ihnen zu teilen. Mein Ziel ist es, die Möglichkeiten dieser Ansätze verständlich und greifbar zu machen – für Ihre Gesundheit und Ihr Leben.

René Gräber, Hufenweg 24, 24211 Preetz, E-Mail: [email protected]

© Copyright - Heilpflanzen Lexikon
  • Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Xing
  • Link zu Instagram
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen

Diese Website verwendet technisch notwendige Cookies. Eingebettete YouTube-Videos und andere externe Inhalte werden erst nach Ihrer Einwilligung geladen. Ihre Auswahl können Sie jederzeit über die Datenschutz-Einstellungen ändern.

Alle akzeptierenNur NotwendigeEinstellungen

Cookie- und Datenschutzeinstellungen



Wie wir Cookies verwenden

Wir können Cookies anfordern, die auf Ihrem Gerät eingestellt werden. Wir verwenden Cookies, um uns mitzuteilen, wenn Sie unsere Websites besuchen, wie Sie mit uns interagieren, Ihre Nutzererfahrung verbessern und Ihre Beziehung zu unserer Website anpassen.

Klicken Sie auf die verschiedenen Kategorienüberschriften, um mehr zu erfahren. Sie können auch einige Ihrer Einstellungen ändern. Beachten Sie, dass das Blockieren einiger Arten von Cookies Auswirkungen auf Ihre Erfahrung auf unseren Websites und auf die Dienste haben kann, die wir anbieten können.

Notwendige Website Cookies

Diese Cookies sind unbedingt erforderlich, um Ihnen die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen zur Verfügung zu stellen.

Da diese Cookies für die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen unbedingt erforderlich sind, hat die Ablehnung Auswirkungen auf die Funktionsweise unserer Webseite. Sie können Cookies jederzeit blockieren oder löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen ändern und das Blockieren aller Cookies auf dieser Webseite erzwingen. Sie werden jedoch immer aufgefordert, Cookies zu akzeptieren / abzulehnen, wenn Sie unsere Website erneut besuchen.

Wir respektieren es voll und ganz, wenn Sie Cookies ablehnen möchten. Um zu vermeiden, dass Sie immer wieder nach Cookies gefragt werden, erlauben Sie uns bitte, einen Cookie für Ihre Einstellungen zu speichern. Sie können sich jederzeit abmelden oder andere Cookies zulassen, um unsere Dienste vollumfänglich nutzen zu können. Wenn Sie Cookies ablehnen, werden alle gesetzten Cookies auf unserer Domain entfernt.

Wir stellen Ihnen eine Liste der von Ihrem Computer auf unserer Domain gespeicherten Cookies zur Verfügung. Aus Sicherheitsgründen können wie Ihnen keine Cookies anzeigen, die von anderen Domains gespeichert werden. Diese können Sie in den Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers einsehen.

Andere externe Dienste

Wir nutzen auch verschiedene externe Dienste wie Google Webfonts, Google Maps und externe Videoanbieter. Da diese Anbieter möglicherweise personenbezogene Daten von Ihnen speichern, können Sie diese hier deaktivieren. Bitte beachten Sie, dass eine Deaktivierung dieser Cookies die Funktionalität und das Aussehen unserer Webseite erheblich beeinträchtigen kann. Die Änderungen werden nach einem Neuladen der Seite wirksam.

Google Webfont Einstellungen:

Google Maps Einstellungen:

Google reCaptcha Einstellungen:

Vimeo und YouTube Einstellungen:

Einstellungen speichernNur Notwendige