Heilpflanzen und Heilkräuter Lexikon
 

Achtung: Alle Rezepte wurden von Kollegen berichtet und gesammelt und spiegeln nicht meine derzeitige Erfahrung oder den Stand der Erkenntnisse wieder. Einige Rezepte halte ich nach wie vor für sehr praktikabel und gut, andere bedürfen der Überarbeitung. Lesen Sie bitte auch die "Nutzungshinweise". Stand: März 2010

Pfefferminze (Mentha piperita)

Standort: An feuchten Stellen, Gräben. Meist in Gärten gezogen. - Aussehen: 1/2 bis 1 m hoher, ästiger, haariger Stengel. Blätter eirund, zugespitzt, am Rande gesägt, oben dunkelgrün und glän¬zend, unterseits hellgrün. - Blüten: Purpurrote Lippenblüten in einer länglichen Ähre. - Blütezeit: Juni bis August. - Sammel¬zeit: Während der Blüte. - Verwendung: Blätter. - Wirkstoffe: Ätherisches Öl (Menthol), Gerbstoffe, Bitterstoffe.

Die Wirkung der Pfefferminze erstreckt sich auf folgendes:

1. Die Magenschleimhaut wird etwas unempfindlich gemacht; dadurch werden Übelkeit, Brechreiz weitgehend behoben.

2. Leber- und Gallentätigkeit werden angeregt, der Gallenfluss und die Gallen¬entleerung werden gefördert.

3. Pfefferminze wirkt keim- und gärungswidrig, d. h., stärkere Zersetzungsprozesse im Magen, teilweise auch im Darm, werden beseitigt bzw. gemildert.

4. Auf die gesamten Verdauungsorgane wirkt Pfefferminze entspannend und beruhigend.

5. Das aus der Pfefferminze gewonnene Öl wirkt örtlich schmerz- und juckreizstillend. Es ist daher bei Neuralgien - bei Kopfneuralgien in Mischung mit Fenchelöl - und bei juc¬kenden Hauterkrankungen angezeigt.

Pfefferminze ist anzuwenden bei Erkrankungen der Gallenwege, besonders bei Gallensteinen, bei ungenügender Tätigkeit der Magen- und Darmdrüsen und damit verbundenen Blähungserscheinungen, bei Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen, das auf den Magen bezogen wird, jedoch die Folge einer Erkrankung von Leber und Galle ist, und bei Brechdurchfall.

- Als Zusatz zu Einläufen wirkt Pfefferminze bei entzündlichen Dickdarmveränderungen mit kolikartigen Schmerzen. - Bei Magengeschwüren und ausgespro¬chener Magenschleimhautentzündung ist Pfefferminze unange¬bracht. - Siehe auch Kamille, Melisse und Gänsefingerkraut.

Man verwendet die Blätter der Pfefferminze im Aufguss: 2 Teel. auf 1 Tasse, 15 Min. ziehen lassen, warm und schluckweise trin¬ken. Je nach Beschwerden trinkt man täglich 2-4 Tassen. - Die Pfefferminztinktur benutzt man bei plötzlich auftretenden Be¬schwerden: 20 Tr. in etwas Zuckerwasser - evtl. halbstündlich zu nehmen.

 

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