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Die Pfefferminze, „Mentha piperita“, wurde 2004 aufgrund ihrer umfangreichen heilenden Wirkung zur Arzneipflanze des Jahres gekürt.

Ihr botanischer Name geht auf eine griechische Sage von Ovid zurück: Angeblich hat die eifersüchtige Persephone die schöne Nymphe Minthe in eben diese Pflanze verwandelt. Die deutsche Bezeichnung verweist auf den kräftigen Duft und Geschmack der Heilpflanze.

Vorkommen

Von Mentha piperita gibt es keine wilden Vorkommen. Die Heilpflanze, bei welcher es sich um eine sterile Hybride handelt, ist um 1700 in England durch die spontane Kreuzung von Mentha aquatica und Mentha spicata hervorgegangen. Sie gedeiht in Gärten sehr gut und wird vor allem in den USA kommerziell angebaut.

Merkmale

Das mehrjährige Kraut wächst ca. 50-100 cm hoch. Die oval-länglichen und spitz zulaufenden Blätter besitzen einen gesägten Rand und verströmen beim Zerreiben einen starken, scharfen Geruch. Die lilafarbenen, kugelförmigen Blüten sind endständig.

Verwendete Pflanzenteile (Rohdrogen)

Die Pfefferminzblätter (Menthae piperitae folium) werden von Juni bis August bei Sonnenschein zur Mittagszeit geerntet. Kurz vor Beginn der Blütezeit weisen sie dann den höchsten Gehalt an ätherischem Öl auf.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Das ätherische Öl der Pfefferminze besteht zum Großteil aus Terpenen, darunter vor allem Menthol, aber auch Menthon und Menthofuran. Neben dem ätherischen Öl, welches etwa einen Anteil von 4 % ausmacht, enthalten die Blätter zusätzlich Kumarine, Flavonoide und Bitterstoffe.

Die positive Wirkung von Pfefferminzöl und dem Gesamtextrakt bei diversen körperlichen Beschwerden wurde bereits durch zahlreiche Tierversuche und klinische Studien belegt. Die Pfefferminze kann als Spasmolytikum eingesetzt werden und besitzt zudem kühlende, gallenflussfördernde, kreislaufanregende, verdauungsfördernde und entzündungshemmende Eigenschaften. Außerdem wirkt sie antiviral, antiseptisch und schleimlösend.

Anwendung

Die getrockneten Blätter der Pfefferminze finden vielfältige Anwendungen in Medizin, Kosmetik und Küche.

Aus den Blättern lässt sich ein Teeaufguss zubereiten: Dafür überbrüht man sie mit heißem Wasser und lässt sie dann etwa 10 Minuten ziehen. Traditionell bei Übelkeit und Brechreiz verabreicht, löst der Tee auch Krämpfe im Magen-Darm-Bereich und in den Gallenwegen.

Bei Erkältungen kann ein sehr starker Pfefferminztee außerdem zur Inhalation verwendet werden. Bei fettiger und unreiner Haut lässt sich aus 2 Teilen starkem Pfefferminztee und 1 Teil Hamameliswasser ein reinigendes Gesichtswasser herstellen.

Das ätherische Öl, Menthae piperitae aetheroleum, wird durch Destillation mit Wasserdampf aus den oberirdischen Pflanzenteilen gewonnen. Das Öl wird innerlich bei Krämpfen der Gallenwege, bei Katarrhen der Atemwege sowie bei Schleimhautentzündungen des Mund- und Rachenraums angewandt. Auch mildert es Übelkeit nach schwerem Essen. Man nimmt mehrmals täglich oder bei Bedarf 3-4 Tropfen Pfefferminzöl auf Zucker oder in einem Glas Wasser ein.

Zur äußerlichen Anwendung empfiehlt sich das ätherische Öl bei Muskel- und Nervenschmerzen, Kopfschmerzen und Insektenstichen.

Vorsicht bezüglich der Behandlung mit Pfefferminze ist bei Menschen geboten, welche unter einem Verschluss der Gallenwege oder einer Gallenblasenentzündung leiden. Auch für Kleinkinder eignen sich pfefferminzhaltige Mittel nicht, da diese bis zu einem Lebensalter von 6 Jahren zu einer Verkrampfung der Atemwege führen können.

Homöopathie

In der Homöopathie dient eine aus Mentha piperita hergestellte Urtinktur als Mittel gegen Erkältungskrankheiten.

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Ich begleite seit 1998 Patienten in meiner Naturheilpraxis auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden. Meine eigene Reise begann 1996, als ich nach einer schweren Erkrankung die Schulmedizin hinter mir ließ. Diese Herausforderung brachte mich zur Naturheilkunde, die nicht nur meine Gesundheit wiederherstellte, sondern auch mein Verständnis von ganzheitlicher Heilung für immer veränderte.

Dieser Blog ist mein persönlicher Raum, um Erfahrungen, praktische Tipps und Erkenntnisse aus der Naturheilkunde und Alternativmedizin mit Ihnen zu teilen. Mein Ziel ist es, die Möglichkeiten dieser Ansätze verständlich und greifbar zu machen – für Ihre Gesundheit und Ihr Leben.

René Gräber, Hufenweg 24, 24211 Preetz, E-Mail: [email protected]

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