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Grüner Tee

Grüner Tee soll nach allgemeiner Ansicht eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben.

 

So behaupten viele Anhänger des asiatischen Heißgetränks, dass dessen Inhaltsstoffe einigen Krankheiten vorbeugen können. Dem gegenüber steht die Frage nach Rückständen gefährlicher Chemikalien, die leider in vielen Naturprodukten vorkommen. Eine einhellige Meinung hierüber gibt es unter Wissenschaftlern nicht. Aber sie können Teetrinkern einige Tipps geben.

 

Grüner Tee beinhaltet zahlreiche biogene Verbindungen aus dem Sekundär-Stoffwechsel der Pflanze. Hervorzuheben sind hier die Polyphenole, auf die die Hauptwirkung des Tees zurückgeführt wird.

 

Zu dieser Substanzklasse zählen auch die Flavonoide, die als Antioxidantien toxische Stoffwechselprodukte entsorgen. Solche „Radikalfänger“ könnten die Entstehung von Krebs eindämmen. In wissenschaftlichen Studien ist aber vor allem die Gesamtwirkung des grünen Tees untersucht. Demnach dokumentieren diese Arbeiten den Effekt der kompletten Mixtur der in den Pflanzenblättern enthaltenen Stoffe.

 

Die Studien stützen die Vermutung, dass grüner Tee kardiovaskulären Erkrankungen und sogar Demenz vorbeugen soll. Auch bösartige Tumore soll das Getränk verhindern helfen. Allerdings weisen die Forscher darauf hin, dass ein stichhaltiger Beweis der Thesen noch aussteht.

 

Unterstellt, die Vermutungen wären richtig, müssten Menschen allerdings etwa 1 Liter grünen Tees am Tag trinken. Bei geringeren Mengen sind die Konzentrationen der Sekundärstoffe zu gering um zu wirken. Bluthochdruck-Patienten sollten dabei den Gehalt von Koffein berücksichtigen und dies mit dem Hausarzt besprechen. Kritisch zu beurteilen sind auch die teils erheblichen Rückstände von Giftstoffen. Doch sind es nicht Insektizide, sondern Pyrrolizidinalkaloide aus Unkräutern, die den Experten Kopfzerbrechen bereiten. Teile der Giftpflanzen geraten bei der Ernte versehentlich zwischen die Teeblätter. Empfehlenswert ist hier eine einfache Methode zur Risikostreuung: Wer die Teesorte regelmäßig wechselt, kann damit die Gesamtschädigung durch Rückstände minimieren.