Echter Salbei (Salvia officinalis L.)
Standort: Wild, selten an dürren Kalkhängen, häufig in Gärten. - Aussehen: 30 bis 60 cm hoher Halbstrauch,
Blätter eilanzettförmig, zum Teil wintergrün, fein gekerbt runzelig. Starker Geruch. - Blüten: Rachenförmig,
violett. Lippenblütler. - Blütezeit: Juni bis Juli. - Sammelzeit: Mai bis Juni. - Verwendung: Blätter und junge
Triebe. - Wirkstoffe: Ätherisches Öl, Gerbstoff.
Der Aufguss von Salbeiblättern (2 Teel. auf 1 Tasse Wasser, 10 Min. ziehen lassen, warm trinken) wirkt
ausgezeichnet gegen übermäßige Schweißabsonderung. Er ist ein souveränes Mittel gegen die Nachtschweiße
Tuberkulöser, besonders in der Mischung mit etwas Zinnkraut und Baldrian.
Magenschleimhautentzündungen, auch geschwürige Zahnfleischentzündungen, Entzündungen der Mandeln
und Rachenkatarrhe sprechen auf Spülungen und Gurgelungen mit Salbeitee bestens an.
Bei Zahnfleischentzündungen empfehle ich das Kauen frischer Salbeiblätter und das Einreiben und Massieren mit
dem Blattbrei.
Auf Grund seiner Inhaltsstoffe wirkt Salbeitee, allein oder in Mischung mit entsprechenden Kräutern,
entspannend, beruhigend und die Drüsentätigkeit anregend im Bereich der Verdauungsorgane, besonders bei übermäßiger
Gasansammlung im linken Oberbauch (Roemheld). - Kalte Abwaschungen mit verdünntem Salbeitee sind bei nervösen
Störungen, besonders bei Überarbeitung, sehr zu empfehlen. - Neben Walnußblättern sind die Salbeiblätter ein Mittel
zur Einschränkung der Milchabsonderung (Abstillen).
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