Biologische Goldgrube: Die verborgenen Heilkräfte der Japan-Schein-Anemone enthüllt

Ausschließlich und endemisch in den japanischen Wäldern kommt die „Japan-Schein-Anemone“ (Anemonopsis macrophylla) vor. Nun haben Biologen erstmalig die Chemie der Blätter und Blüten kartiert. Dabei fanden die Wissenschaftler über Hundert Stoffe, von denen etliche wie Cumarine oder Phenolsäuren als wertvolle, entzündungshemmende Arzneimittel gelten. Die Studie wurde von der „Russischen Wissenschaftsstiftung“ (RNF) mitfinanziert und im „International Journal of Molecular Sciences“ publiziert:

Die Japan-Schein-Anemone gehört der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) an. Die krautige Pflanze mit den weiß-rosa Blüten ist die einzige Art der Gattung Anemonopsis und mit dem „Scharfen Hahnenfuß“ verwandt.

Anemonopsis macrophylla kommt ausschließlich in den lichten, feuchthumosen, sommergrünen Wäldern der japanischen Hauptinsel Honshu vor. Die dort endemische Pflanze ist den Botanikern seit 1845 bekannt. Mit der biochemisch-pharmazeutischen Analyse haben sich gleich mehrere wissenschaftliche Institutionen beschäftigt:

  • Sibirische Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften im Zentralsibirischen Botanischen Garten in Nowosibirsk
  • Institut für Chemische Biologie und Grundlagenmedizin der Sibirische Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften Nowosibirsk
  • Botanisches Institut V. L. Komarov der Russischen Akademie der Wissenschaften St. Petersburg
  • Institut für Botanik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften

Zu diesem Zweck wurden etliche Pflanzen der Japan-Schein-Anemone extra im Zentralsibirischen Botanischen Garten in Nowosibirsk angebaut, um die Blüten und Blätter zu trocknen und zu zerkleinern. Diesem Pulver wurde dann Methanol zugegeben, damit sich darin die löslichen Stoffe aufkonzentrieren. Um die festen Partikel darin gänzlich loszuwerden, wurde die Mischung ultraschallbehandelt, zentrifugiert und gefiltert.

Diese Extrakte wurden schließlich per hochauflösender Massenspektrometrie analysiert. Dazu dient ein Massenspektrometer, mit dessen Hilfe die Atom- und Molekülmassen bestimmt und die Bewegungen der Ionen im elektrischen und magnetischen Feld verfolgt werden können.

Die Analytik ergab unter anderem:

27 Flavonoide
21 Phenolsäuren
15 Fettsäuren plus Derivate
13 Cumarine
3 Furocumarine
2 Furochromone

Flavonoide sind natürliche Farbstoffe, die zum Teil mit antibakteriellen, antiviralen und krebshemmenden Wirkungen aufwarten können. Flavonoide können aufgrund ihrer antioxidativen Eigenschaften schädliche freie Radikale neutralisieren.

Die Phenolsäuren schützen die Pflanzenzellen vor Oxidation. In der Medizin werden sie gegen Entzündungen, Tumore und auch als Antiseptika eingesetzt.

Cumarine sind Geruchsstoffe, die zum Beispiel zur Herstellung von Parfüm genutzt werden. Einige von ihnen haben auch entzündungshemmende Wirkungen.

Ausblick

Jene Pflanzen, die mit Anemonopsis macrophylla verwandt sind, hat diese Studie nun in einen hellen Lichtkegel gestellt. Viele Wissenschaftler fragen sich, ob auch diese Pflanzen über biologisch aktive Substanzen wie Chromone und/oder Furocumarine verfügen.

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Beitragsbild: pixabay.com – yamabon

Dieser Beitrag wurde am 06.04.2024 erstellt.