Thuja (Thuja occindentalis)

Der Abendländische Lebensbaum (Thuja occindentalis) ist bei uns ein weit verbreiteter Heckenbildner in Parks und Gärten, da er Schnitt gut verträgt und blickdicht ist. Früher nutzten die Indianer das Holz der Thuja, um Bögen herzustellen. Die zypressenähnlichen Gewächse gehören zur Gruppe der Nacktsamer (“Nadelbäume”).

 

Vorkommen
Beheimatet ist der Abendländische Lebensbaum im Nordosten von Amerika, wo er besonders im Bereich der Great Lakes ausgedehnte Wälder bildet.

 

Merkmale
Der bis zu 20 m hohe, immergrüne, getrenntgeschlechtliche  Baum bildet winzige, 2 mm große männliche Blüten und 1,5 cm große Zapfen an den weiblichen Pflanzen. Die derben Blätter erscheinen schuppenartig und gelappt.

 

Verwendete Pflanzenteile (Rohdrogen)
Rohdroge sind die jungen Zweige des Lebensbaumes (Thujae occidentalis herba), die im zeitigen Frühjahr geerntet werden. Daraus entsteht durch Wasserdampfdestillation das Thuja-Öl.

 

Inhaltsstoffe und Wirkung
Thuja-Öl enthält 20 verschiedene ätherische Öle, die antiviral, entzündungshemmend und fiebersenkend sowie immunstärkend wirken. Weitere Bestandteile sind unter anderem Gerbstoffe, Flavonoide und Polysaccharide.

Problematisch ist das Nervengift Thujon, das früher auch in Absinth enthalten war. Thuja-Öl besteht zu 65 % aus dem Toxin. Bei innerer Anwendung sowie Überdosierung über einen längeren Zeitraum droht körperlicher und geistiger Verfall.

Auch Krämpfe und leber- und Nierenschäden können die Folgen sein. Früher haben werdende Mütter mit Thuja-Öl abgetrieben, wobei manche von ihnen gestorben sind. In Tierversuchen kam es sogar zu Missbildungen. Schwangere und stillende Frauen sollten daher auf Thuja-Öl verzichten.

Eine Thuja-Vergiftung zeigt sich durch Magenschmerzen, Durchfall und Erbrechen an. Es treten unter anderem Kopfschmerzen, nervöse Reaktionen und Krämpfe auf. Der Grenzwert von Thujon liegt bei 1,25 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. So könnte ein 60 Kilogramm schwerer Mensch 75 Milligramm des Giftes zu sich nehmen, ohne Schaden zu nehmen.

 

Anwendung
Auch die äußerliche Applikation erfolgt aufgrund dieser Risiken in nicht zu langen Zeiträumen. Aber das Gift hat auch positive Seiten, zum Beispiel bei der Warzenbehandlung, wodurch die Verbreitung der Warzenviren gehemmt wird. Hierbei wird die Thuja-Lösung auf ein Wattepad aufgetragen, das anschließend auf die Warze gelegt wird. Die Wirksamkeit bei Hautausschlägen, Hautinfekten und Schuppenflechte gilt als gesichert.

 

Bei innerer Anwendung stimuliert Thuja das Immunsystem und hilft gegen Schnupfen sowie Infektionen der oberen Atemwege. Erfahrungsberichten zufolge lindert Thuja Erkältungen, Kopf- und Rheumaschmerzen und entspannt versteifte Muskeln.

Die Heilpflanze kann Blasenentzündung lindern, Bronchitis heilen und bei einer Mittelohrentzündung Abhilfe schaffen. Auch chronische Müdigkeit und Gicht werden mit Thuja-Öl behandelt. Es sind bei oraler Aufnahme die Dosierungs-Hinweise des Herstellers strikt zu beachten!

 

Homöopathie
In der Homöopathie wird die Heilpflanze (Thuja occidentalis HAB 1) als Urtinktur und in den Potenzen D6, D12, C6, C12, C30 unter anderem bei Hautkrankheiten wie Gürtelrose, Flechten, Ausschlägen, Infekten und eiternden Geschwüren eingesetzt. Besonders erwähnt sei die Linderung von Impfnebenwirkungen.

 

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Dieser Beitrag wurde im April 2021 erstellt und letztmalig am 09.09.2021 letztmalig aktualisiert.

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