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Heilpflanze Alant (lnula helenium)
Echter Alant wird auch als Brustalant, Darmwurz, Helenenkraut oder Odinskopf bezeichnet. Das Inulin wurde aus Inula helenium im Jahr 1804 erstmals von dem Berliner Apotheker Rose isoliert. Dabei handelt es sich um eine Stärke, die den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst.

Vorkommen
Die mehrjährige Pflanze stammt ursprünglich aus Zentralasien. Heute ist sie in Europa, Nordamerika und Asien verbreitet. Sie findet sich häufig an Ufern und an Hecken. Manchmal ist Alant noch in alten Bauerngärten als Zierde und als Heilpflanze vorhanden.

Merkmale
Alant kann bis zu 2,5 Meter hochwachsen. Ab Juli bis in den September erscheinen große gelbe Blütenköpfe. Die Blätter sind an ihrer Unterseite filzig behaart. Der verdickte Wurzelstock hat einen aromatischen und angenehmen Geruch.

Drogen
Als medizinische Droge werden die Alantwurzel (Helenii rhizoma) und die Alantblätter (Helenii folium) verwendet. Im Frühjahr oder im Herbst werden die Wurzelstöcke von mindestens dreijährigen Pflanzen geerntet. Die Wurzeln werden gesäubert und vor dem Trocknen in Scheiben geschnitten. Von jungen Pflanzen werden die Blätter frisch für Auflagen auf Entzündungen und Verletzungen der Haut genutzt.

Wirkstoffe
Die Pflanze enthält viele Bitterstoffe (Sesquiterpenlactone) und die Compositenstärke Inulin. Außerdem sind das Helenin, auch als Alantkampfer bezeichnet, Polyacetylene und ätherisches Öl als Hauptwirkstoffe enthalten.

Pharmakologie
Alant ist eine Heilpflanze, die schleimlösend und hustendämpfend wirkt. In Untersuchungen konnten krampflösende, antiseptische und sekretolytische Wirkungen festgestellt werden. Die Alantwurzel wird hauptsächlich als Expektorans genutzt, welches die Zähigkeit des Schleims herabsetzt und einen verstärkten Abtransport des Sekretes in den Bronchien bewirkt. Vor allem bei Erkrankungen der Bronchien, bei Asthma und bei Keuchhusten wird Alant eingesetzt. Die in der Pflanze enthaltenen Bitterstoffe finden auch als Magen- und Gallentonikum Anwendung. Die Sesquitcrpenlactone haben weiterhin eine antiseptische und entzündungshemmende Wirkung, die sich positiv bei Bronchialkatharren auswirkt, aber auch bei Infektionen des Harntraktes und bei Entzündungen der Haut. In der Volksmedizin wurde Alant früher gegen Darmparasiten und bei Wurmbefall genutzt.

Anwendung
Alant ist häufig ein wichtiger Bestandteil von Hustentees. Hier sind die Anweisungen für die Zubereitung des Fertigarzneimittels zu beachten. Jedoch kann die Droge auch einzeln bei den genannten Krankheitsbildern als Tee eingesetzt werden. Dafür wird ein gehäufter Teelöffel getrocknete Alantwurzel mit 250 Millilitern kochendem Wasser übergossen. Der Sud muss eine Viertelstunde lang ausziehen. Nach dem Abseihen soll der Tee langsam getrunken werden. Bei akuten Krankheitszuständen können, über den Tag verteilt, bis zu vier Tassen Alanttee getrunken werden. Als Magenstärkungsmittel können die getrockneten Wurzelteile vor den Mahlzeiten gekaut werden.

Homöopathie
Für die Zubereitung des homöopathischen Mittels Inula helenium wird die frische Wurzel verwendet. Inula helenium hat sich besonders als Mittel für die Schleimhäute der Atmungsorgane bewährt. Es wird bei akuten und chronischen Bronchitiden mit zähem Auswurf eingesetzt.

Alant gehört zu den Korbblütengewächsen. Mitunter kommt es bei der Anwendung von Korbblütlern als medikamentöse Zubereitung oder Tee zu allergischen Reaktionen. Auch bei der äußerlichen Anwendung durch die Auflage von Alantblättern auf die Haut können allergische Kontaktdermatitiden ausgelöst werden. Personen, bei denen ein allergisches Potenzial bekannt ist, sollten daher Alant meiden.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 29.05.2021 aktualisiert.

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Wer schreibt hier

Ich begleite seit 1998 Patienten in meiner Naturheilpraxis auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden. Meine eigene Reise begann 1996, als ich nach einer schweren Erkrankung die Schulmedizin hinter mir ließ. Diese Herausforderung brachte mich zur Naturheilkunde, die nicht nur meine Gesundheit wiederherstellte, sondern auch mein Verständnis von ganzheitlicher Heilung für immer veränderte.

Dieser Blog ist mein persönlicher Raum, um Erfahrungen, praktische Tipps und Erkenntnisse aus der Naturheilkunde und Alternativmedizin mit Ihnen zu teilen. Mein Ziel ist es, die Möglichkeiten dieser Ansätze verständlich und greifbar zu machen – für Ihre Gesundheit und Ihr Leben.

René Gräber, Hufenweg 24, 24211 Preetz, E-Mail: [email protected]

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